Über Jiu-Jitsu

Budo ist der Oberbegriff aller asiatischen Kampfsportarten. Unter Kobudo, dessen Heimat Okinawa ist, versteht man heute die Fertigkeit mit alten, traditionellen Waffen umzugehen.
Aber was hat man sich eigentlich unter Jiu-Jitsu vorzustellen? Zunächst zur Bedeutung der zwei Wörter:
Ju heißt soviel wie sanft, flexibel, aber auch nachgeben oder ausweichen,Jitsu ist die Kunst,es handelt sich folglich um die „Sanfte Kunst“,
die Kunst durch Nachgeben oder Ausweichen mit der Kraft des Gegners zu siegen. Jiu-Jitsu ist der Name einer Kampfsportart, die in erste Linie zum Zwecke der Selbstverteidigung ausgeübt wird.

Allzu oft stolpert man aber auch über die Begriffe Jiu-Jitsu, Ju-Jutsu. Stöbert man in einer sehr guten Bibliothek, findet man sogar ein Buch mit dem Titel Tschiu Tschitsu. All dies sind nicht etwa verschiedene Kampfkünste, sondern schlicht verschiedene Übertragungen der japanischen/chinesischen Schriftzeichen ins Englische bzw. Deutsche.

jiu-jitsu

Ob nun Ju-Jitsu, Jiu-Jitsu oder Ju-Jutsu, alle haben den Ursprung in den verschiedenen Aussprachformen dieser zwei Schriftzeichen:

Es darf aber nicht vergessen werden, daß Jiu-Jitsu in Deutschland als Kombination von Judo, Karate und Aikido ausgeübt wird (siehe Geschichte), was dem traditionellen Ju-Jitsu eher fern ist.
Es gibt verschiedene Thesen über die Entstehung des Jiu-Jitsu. Eine davon handelt von einem Chinesen namens Chin Gembin, der sich um 1638 in Japan niederließ und dort die Samurai in der „sanften Kunst“ unterrichtete. Er wird deshalb oft als der Begründer der Jiu-Jitsu Lehre bezeichnet. Obwohl es so viele verschiedene Kampfkünste und unter ihnen wieder verschiedene Stilrichtungen gibt, ist keine Kampfkunst so vielfältig wie Jiu-Jitsu. Im Judo steht das Werfen im Vordergrund, Aikido hat die runden Bewegungen und Hebel, Karate setzt auf starke, gezielte Tritte und Schläge, jedoch Jiu-Jitsu kombiniert all diese Technikfelder und sucht sich die für die Nahkampf wirkungsvollsten Techniken heraus.
Jiu-Jitsu ist eine sehr vielfältige Kampfkunst. Je nach Stilrichtung gibt es verschiedenste Kombinationen einzelner Technikbereiche. So sieht man „harte” Stile mit sehr viel Schlagtechnik aber auch wiederum „weichere” mit mehr Hebeltechnik. Die Vielfältigkeit des Jiu-Jitsu ermöglicht jedem Kampfkünstler, seinen eigenen Stil, der zu seinem Wesen und seiner körperlichen Konstitution passt, zu entwickeln.

Das Jiu-Jitsu von heute sieht schon etwas anders aus, als es noch die Samurai gelehrt haben. Gerade in unseren Breitengraden, hat sich einiges verändert, vor allem was die Etikette betrifft. Sicherlich darf sie bei diesem Sport nicht fehlen. Durch sie wird alles sozusagen zusammen gehalten. Jedoch gibt es Extremfälle innerhalb dieses Regelwerks, die man z.B. bei uns in Deutschland nicht bringen könnte.

Hier wird es eben mehr als Freizeitsport betrieben, der einige sinnvolle Nebenaspekte bereithält. Jiu-Jitsu vermittelt neben Geduld und Einfühlungsvermögen beim Umgang mit dem Partner auch das erforderliche Selbstbewusstsein für den Ernstfall.

Jeder, der sich irgendwann entschließt mit Jiu-Jitsu anzufangen muss für sich alleine entscheiden, was er davon erwartet, mit welcher Intension die Lehre der Jiu-Jitsu-Techniken und der fernöstlichen Lebensweisheiten betrieben werden.

Es gibt viele Gründe, die für jeden einzelnen unterschiedlich sein dürfen, Jiu-Jitsu auszuüben. Der eine möchte sich sportlich betätigen um seine Fitness zu verbessern, der andere will Ängste abbauen oder Spaß in der Gruppe erlangen wieder andere möchten eine Sinnvolle Selbstverteidigung erlernen oder ihren Körper perfekt beherrschen. So gibt es also für jeden die unterschiedlichsten Intensionen Jiu-Jitsu zu betreiben. Der Mensch muss Sport treiben um seinen Körper und zusammenhängend auch den Geist beweglich und jung zu halten. Somit vollbringt der Mensch auch im hohen Alter noch ansprechende Leistungen. Jiu-Jitsu ist ein Sport, der es selbst älteren Mitmenschen erlaubt sich sportlich zu betätigen.

In Wettkämpfen kann man sich mit anderen messen, und auf Lehrgängen gewinnt man oft zusätzliches Wissen über das des normalen Trainings hinaus.

Jiu-Gruppe

Die Jui Gruppe des SR Yburg

Der Trainer ist zwar immer noch eine Respektsperson, sowohl auf der Matte, als auch im alltäglichen Leben, jedoch muss hier auch noch Platz für eine gemütliche Runde im Stammlokal nach dem Training sein. Er ist nicht mehr allein damit beschäftigt das Training zu planen – Techniken frisch aufarbeiten und auf Problemfelder der Schüler näher eingehen – sondern muss auch oft Gedanken über Veranstaltungen außerhalb des Trainings machen. So liegt es im Interesse seiner Schüler, wenn es eine Weihnachtsfeier, einen Sommergrillabend und ab und zu mal eine ganz normale Feier gibt. Das Vereinsleben und die Gemeinschaft mit anderen Trainingspartnern verbessern die zwischenmenschlichen Beziehungen.

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