In einem spannenden und hochklassigen Handballmatch siegte der Sportring Yburg Steinbach gegen den TV Wolfach mit 28:24 Toren, dabei sah es Mitte der 2. Halbzeit beim 17:19 kurz nach einem Sieg der Gäste aus dem Schwarzwald aus.
Die Partie begann mit einem Traumstart für die Einheimischen, denen einfach alles gelang. In der Abwehr standen die Steinbacher optimal, Torhüter Bernd Meyer hielt den Rest, der noch auf das Tor kam und im Angriff überraschte man die Wolfacher ein ums andere mal. 7:0 führten die Gastgeber in der 10. Spielminute, da hatten die TVW-Mannen bereits zwei 7-Meter-Strafwürfe nicht genutzt und Trainer Jürgen Storz musste eine frühe Auszeit nehmen und seinen Torhüter auswechseln. Steinbach gelang noch das 8:0, dann kam der Bruch, die einminütige Pause hatte gefruchtet und Wolfach verkürzte auf 8:4 Mitte der 1. Halbzeit. Die SR’ler gaben nochmals Gas und zeigten nach dem 9:5 (18.min) schöne Kombinationen und legten zum 12:5 (21.min) vor. Die Schwarzwälder kamen immer besser ins Spiel und schafften es, den Rückstand zum 9:13 zu verkürzen, doch kurz vor der Halbzeitpause wurde Sportring-Kreisläufer Wirapol Songserm einmal mehr mit einem perfekten Anspiel bedient und er warf zum 14:9-Pausenstand ein.
Nach dem Seitenwechsel trumpften die Gäste aus Wolfach mächtig auf, während die Steinbacher die Anfangsphase jetzt komplett verschliefen. Wolfach agierte in der Abwehr effektiver und unterband das SR-Aufbauspiel. Die Einheimischen kamen mächtig ins Schwimmen, als beim 16:15 (37.min) der Ausgleich drohte. Viele technische Fehler und Unkonzentriertheiten brachten die Gäste erst ins Spiel. Fabian Braun schoss zwar das 17:15, doch der TVW präsentierte sich mental und spielerisch sehr stark, lautstark und frenetisch angefeuert von den mitgereisten Fans. Das Spiel schien zu kippen, denn Wolfach war eindeutig am Drücker und ging mit 19:17 in Führung. Der Wolfacher Jens Gudelius traf plötzlich wie er wollte und er erhielt deshalb eine Steinbacher Sonderbewachung. Gut dass in dieser Phase Sven Gemeinhardt einen weiteren Strafwurf von Storz hielt und Sportring-Trainer Peter Gerber auf Philipp Hochstuhl für die Halblinks-Position zurückgreifen konnte. Hochtuhl, der längere Zeit verletzt war, fügte sich prächtig ins Geschehen ein, überzeugte in Abwehr und Angriff und schaffte mit fünf Treffern in fünf Minuten und dem 23:20-Vorsprung (51.min) für die nochmalige Wende. Wolfach verschoss bereits den vierten 7-Meter-Strafwurf und der Steinbacher Dirk Herbert sorgte mit seinem Treffer zum 24:20 (52.min) für noch mehr Luft für seine Farben. Eine nochmalige Auszeit von Gäste-Trainer Storz brachte jetzt keine Impulse mehr, die Tore fielen im Ping-Pong-System, einem Wolfacher Treffer folgte postwendend der Sportring-Torerfolg. Beim Endstand von 28:24 für Steinbach pfiffen die Sandweierer Schiedsrichter die Partie ab.
Dafür dass man im Lager der Rebländer vor dem Match nicht richtig wusste, wer hundertprozentig fit ist, zeigten die Steinbacher eine tolle kämpferische und spielerische Leistung. Der nächste schwere Brocken wartet aber schon, wenn kommenden Sonntag der HTV Meißenheim (3. Platz, 8:2 Punkte) seine Visitenkarte in Steinbach abgibt.
Torschützen:
SR Steinbach: Hochstuhl und Fischer (je5), Herbert (5/1), Chr. Gemeinhardt und Songserm (je 4), Braun (3), Meny (2)
Wolfach: Schmid (6/1), Gudelius (5), Staiger (4), Storz (3/3), I. Sum (3), Schäfer (2), Weißer (1)