Einen optimalen Start in die erste Landesligasaison hatten die Damen der neugegründeten Spielgemeinschaft aus Kappelwindeck und Steinbach.
Die Vorbereitung verlief zufriedenstellend und so sahen die Damen und Trainer Rolf Gassenschmidt mit Spannung dem ersten Spiel gegen Ottersweier entgegen. Die körperlich überlegenen Damen der TSO flößten der SG zunächst auch ordentlich Respekt ein. Mit einer offensiven Deckung wurde versucht, Würfe aus dem Rückraum zu verhindern. Dies gelang zwar ganz gut, trotzdem brachen die Spielerinnen aus Ottersweier immer wieder an den Kreis durch und kamen so zu leichten Treffern. Mit lediglich zwei Toren Vorsprung für die SGKS ging es in die Pause. Dass man zumindest eine Halbzeit mithalten konnte beflügelte die SG und so spielten die Damen sicherer und konnten sich durch einige sehenswerte Spielzüge und Gegenstöße immer mehr absetzen. Schließlich stand ein verdienter 33:25 Sieg auf der Anzeigetafel und die zahlreichen Fans konnten mit ihrer Mannschaft jubeln.
Am zweiten Spieltag war die SuS Achern zu Gast in der Schwarzwaldhalle. Diese hatte im Vorfeld durch einen Sieg gegen die SG Elgersweier/Ohlsbach auf sich aufmerksam gemacht. Die Mannschaft ist für eine robuste Spielweise bekannt und so stellte man sich auf Seiten der SG auf ein hartes Spiel ein. Und tatsächlich kam die SG zunächst nicht aus den Startlöchern. Der Acherner Trainer hatte seine Mannschaft gut auf die zu erwartende offensive Deckung der SGKS eingestellt und so fiel ein ums andere Tor. Im Gegenzug waren die SGlerinnen zunächst nicht in der Lage, die kompakte 6:0 Deckung der Acherner zu durchbrechen. Folgerichtig geriet die Mannschaft schnell in Rückstand und konnte zur Halbzeit lediglich auf zwei Tore verkürzen. Nach der Halbzeit stand zunächst eine ganz andere Mannschaft auf dem Parkett. Man hatte bemerkt, dass die Achernerinnen an sich zweifelten und ein ums andere Mal mit sich haderten. Ein furioser Zwischenspurt der SG folgt und die Damen konnten sich auf 5 Tore absetzen. Man wähnte sich auf der Siegerstraße, doch plötzlich schlichen sich unerklärliche Fehler ein und der Vorsprung schmolz dahin. Mit 20:21 lag man sogar im Rückstand, ehe das Blatt nochmal gewendet wurde. Mit einer enormen Willensleistung aller Beteiligten gelang ein hart erarbeiteter 24:21 Sieg und die SGKS behielt zunächst ihre weiße Weste.
Am kommenden Wochenende folgt das dritte Heimspiel in Serie, diesmal in Steinbach. Unsere Halle, unsere Punkte soll auch hier wieder das Motto sein. Mit dem TuS Altenheim kommt eine Mannschaft, die das erste Spiel in dieser Saison bestreitet. Es ist daher schwer einzuschätzen, wie sich die SG verkaufen kann. Es bleibt zu hoffen, dass die Heimspiele auch in Steinbach zahlreiche Fans in die Halle führen, denn mit dieser Unterstützung im Rücken, so hat es sich in der Schwarzwaldhalle gezeigt, ist vieles möglich.
Positiv ist jedenfalls, dass sich die Damen beider Vereine (Kappelwindeck und Steinbach) bestens ergänzen. Eine ausgewogene Mischung aus jugendlicher Spielfreude und der Erfahrung teils langgedienter Spielerinnen macht die Stärke dieser Mannschaft aus. Auch wenn die eine oder andere auf ungewohnter Position spielt oder weniger Spielanteile hat, als bisher, so ist jede Einzelne enorm wichtig. Gerade die Tatsache, dass eine „starke Bank“ vorhanden ist, ermöglicht das hohe Tempo. Dass dies letztlich den Sieg ausmachen kann, hat man in den vergangenen Spielen sehen können.
(DF)